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Deutschland beim Strom zuverlässig
(28.06.2010) Laut Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) stand den Kunden 2008 die Stromversorgung mit einer Zuverlässigkeit von 99,99% der Zeit zur Verfügung. Pro Stromkunde kam es durchschnittlich zu 18,3 Minuten Versorgungsunterbrechungen durch Störungen. Deutschland liegt somit deutlich vor den Niederlanden mit 33, Österreich mit 44, Frankreich mit 58, Italien mit 52 und Großbritannien mit 89 Minuten.


Ungenutzte Potenziale
(24.06.2010) Laut einer Analyse des Bundesindustrieverbands Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) gibt es in der deutschen Industrie und im Gebäudesektor beträchtliche CO2-Minderungspotenziale. Durch die energetische Modernisierung alter Anlagen könne man 24 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Zwar würde der CO2-Ausstoß durch Investitionen in den energieeffizienten Neubau und die energetische Gebäudesanierung bereits um 3,2 Millionen Tonnen gesenkt, es seien aber viel höhere Reduktionen möglich.


Smart Grids und Sicherheit
(23.06.2010) Weil die permanente digitale Auslesung von intelligenten Stromzählern eine Flut von Daten produziert, befürchten sechs von zehn Energieversorgern, dass Datenschutz-Bedenken den Ausbau des Smart Grid bremsen. 54% planten deshalb bis 2012 Investitionen in Datensicherheit und Betrugsprävention, so ein Ergebnis der Studie "Branchenkompass 2010 Energieversorger", von Steria Mummert Consulting.


Rekord auf der Intersolar
(15.06.2010) Die Intersolar Europe, die weltweit größte Fachmesse der Solarwirtschaft, hat in diesem Jahr die Erwartungen deutlich übertroffen: Insgesamt kamen 72.000 Besucher aus 150 Nationen, das sind rund 23% mehr als im Vorjahr. 1880 Aussteller – auch hier ein Zuwachs um 33% – präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen auf der neuen Messe München. 53% der Aussteller kamen aus dem Ausland.


Bürger für mehr Wettbewerb
(08.06.2010) Eine aktuelle Studie des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) zeigt, dass 68% der Deutschen eine dezentrale Stromerzeugung durch regionale und örtliche Energieunternehmen wollen. 84% sind für mehr Marktvielfalt und Wettbewerb und verlangen deshalb, dass Stadtwerke künftig eine wichtigere Rolle spielen. Alle Ergebnisse der Umfrage gibt es unter www.vku.de.


Weniger Emissionen in der EU
(04.06.2010) Die Treibhausgasmissionen sind in der EU um weitere 2% gesunken und damit im fünften Jahr in Folge zurückgegangen. Mit einem gleichzeitigen Wirtschaftswachstum um 0,6 % hat die EU damit erneut gezeigt, dass Wirtschaftswachstum und eine CO2-effiziente Entwicklung Hand in Hand gehen können.


Proteste gegen Kernenergie
(13.04.2010) Rund 8000 Menschen protestierten am zweiten April-Wochenende bundesweit in 53 Städten gegen die Pläne der Regierung, die Laufzeiten von Kernkraftwerken zu verlängern. Die Proteste bildeten den Auftakt für eine Menschenkette, die am 24. April über 120 Kilometer die KKW Krümmel und Brunsbüttel miteinander verbinden soll.


Erneuerbare Energien erstmals über 10 Prozent
(09.04.2010) Laut Bundesumweltministerium (BMU) wurden im Jahr 2009 10,1 Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs durch regenerative Energien gedeckt. Insgesamt lag die aus erneuerbaren Quellen bereitgestellte Energiemenge bei 238 Milliarden Kilowattstunden. Die höchsten Steigerungsraten verzeichneten die Bereiche Solarthermie und Biogas.


Strom der Zukunft
(06.04.2010) In 20 Jahren wird knapp die Hälfte des europäischen Stroms regenerativ gewonnen – so eine Prognose des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Mit 48% im Jahr 2030 liege der Anteil der Erneuerbaren dann dreimal höher als 2007. Ein Drittel des Stroms komme 2030 aus fossilen Kraftwerken, die restlichen 19% aus Kernkraftwerken. Der VDMA geht davon aus, dass der Strombedarf der EU bis 2030 um weitere 13% steigen wird.


Bundesrat gegen Solar-Kappung
(30.03.2010) Die geplante Absenkung der Solarförderung um bis zu 16% ist vom Bundesrat abgelehnt worden; sie darf höchstens 10% betragen. Eine höhere Kappung würde Markteinbrüche mit Arbeitsplatzverlusten bewirken und bedrohe die weltweite Technologieführerschaft hiesiger Solarunternehmen, so die Bundesländer. Viele Länder wollten auch das Aus der Förderung für die Solaranlagen auf Ackerflächen verhindern, darunter u. a. Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Bayern. Der Antrag scheiterte aber knapp.


Die Bioenergie wächst weiter
(30.03.2010) Der Bundesverband BioEnergie meldet, dass der deutsche Bioenergiemarkt von 2008 auf 2009 seinen Marktanteil am Endenergieverbrauch von 6,8% auf 7,0% gesteigert hat. Damit stellt die Bioenergie 70% der gesamten in Deutschland erzeugten erneuerbaren Energien. Die Stromproduktion aus biogenen Rohstoffen wuchs um 1,0% auf 5,2%, was 32% der gesamten regenerativ erzeugten Strommenge entspricht. Im Wärmemarkt wuchs der Anteil von 7,3% auf 7,7% der Wärmenachfrage. Die Biowärme stellt damit 92% der in Deutschland aus erneuerbaren Energien erzeugten Wärme zur Verfügung.


Pelletbranche optimistisch
(19.03.2010) Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV), Berlin, rechnet zur Jahresmitte mit einer verstärkten Nachfrage. 2010 kämen 25000 neue Pelletheizungen dazu, somit gebe es am Jahresende bundesweit einen Bestand von 150000 Anlagen. Der Verband fordert Planungssicherheit für die Hersteller und kritisiert die aktuellen Kürzungen sowie den Finanzierungsvorbehalt im Marktanreizprogramm.


Klimaangebot der EU
(23.10.2009) Die Umweltminister der EU haben sich darauf geeinigt, den übrigen Staaten der Welt bei den Klimaschutzverhandlungen in Kopenhagen einen Abbau des Treibhausgasausstoßes um bis zu 95 Prozent bis 2050 anzubieten. Bis 2020 will die EU ihre Emissionen um 30 Prozent senken – vorausgesetzt, die 192 Staaten der Welt einigen sich auf ein neues Klimaschutzabkommen und die anderen Industriestaaten verpflichten sich zu vergleichbaren Vorgaben.


Klimaforschung teurer
(09.10. 2009) Der EU-Kommission zufolge muss die EU im nächsten Jahrzehnt zusätzliche 50 Milliarden Euro für die Erforschung klimafreundlicher Technologien ausgeben um die Klimaziele zu erreichen. Die Gelder sollen in Teilen aus den nationalen Haushalten, aus dem EU-Emissionshandel, von europäischen Finanzinstituten sowie von der Privatwirtschaft kommen. Um den CO2-Ausstoß bis 2020 um ein Fünftel zu senken und den Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix auf ein Fünftel zu steigern, investiert Europa derzeit pro Jahr rund 3 Milliarden Euro in kohlenstoffarme Technologien – dieser Betrag müsste demnach auf 8 Milliarden steigen.


Energie bleibt gesplittet
(8.10.2009) Auch in der neuen schwarz-gelben Regierung bleibt die Energiepolitik auf die bisherigen Ressorts Wirtschaft und Umwelt verteilt. Wirtschaftsminister zu Guttenberg sowie andere Unions-Wirtschaftspolitiker hatten zwar eine „Energiepolitik aus einer Hand“ gefordert, sich jedoch nicht durchsetzen können. Die Oberaufsicht über die Kernkraftwerke und die erneuerbaren Energien bleiben beim Umweltministerium.



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