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PV-Vergütung anders?
(20.01.2012) Öfter und weniger kürzen statt seltener viel – mit diesem Kürzungsvorschlag geht die Solarbranche laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" in die Verhandlungen mit der Regierung über die künftige Solarförderung. Statt halbjährlicher großer Kürzungen der EEG-Vergütung sollen häufigere kleine Einschnitte erfolgen, eventuell vierteljährlich oder monatlich.
Die Solarförderung war zum Jahreswechsel erneut gekürzt worden und soll Mitte 2012 wieder sinken. Wegen des starken Zubaus von PV-Anlagen werden von der Politik noch deutlichere Senkungen verlangt.
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Kyoto: Mission erfüllt
(18.01.2012) Deutschland hat 2010 seine Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll erfüllt: Laut dem vom Umweltbundesamt erstellten "Nationalen Inventarbericht 2012" gingen die Treibhausgasemissionen gegenüber dem Basisjahr 1990 um fast 25% bzw. mehr als 295 Mio. t CO2 pro Jahr zurück. Die deutschen Erfolge beim Klimaschutz seien im internationalen und europäischen Vergleich beispielhaft, so das Bundesumweltministerium, bis 2020 solle nun eine Reduzierung um 40% erreicht werden.
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Höherer Ökostrom-Anteil
(20.12.2011) Der Anteil der erneuerbaren Energien im Stromerzeugungsmix sei 2011 auf 19,9% angestiegen und damit erstmals an Kernenergie und Steinkohle vorbeigezogen, meldet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Sie seien damit zum zweitwichtigsten Energieträger beim Strom aufgestiegen, nur Braunkohle bestreite einen größeren Anteil.
Letztere erreichte 2011 einen Anteil von 24,6%, gefolgt von den Erneuerbaren mit 19,9%, Steinkohle mit 18,7%, Kernenergie mit 17,7%, Gas mit 13,6% und sonstige Energieträger wie Pumpspeicher, Hausmüll und andere zusammen mit einem Anteil von 4,2%.
Mit dem Zuwachs der erneuerbaren Energien wachse auch ihre Verantwortung fürs Funktionieren des Gesamtsystems, mahnt der BDEW. Der Handlungsdruck für eine Markt- und Systemintegration steige. Die Erneuerbaren seien noch weit davon entfernt, ausreichend Grundlaststrom bereitzustellen, ihre Stromerzeugung habe auch 2011 im Monatsdurchschnitt um bis zu 3 Mrd. kWh geschwankt, das sei ein Viertel der gesamten erneuerbaren Stromerzeugung.
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Branche pro EU-Energieziel
(19.12.2011) Zur "Energy Roadmap 2050" der EU-Kommission meint der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), die deutsche Energiewirtschaft unterstütze das Ziel, bis 2050 eine CO2-neutrale Energieversorgung in Europa zu erreichen. Zugleich müssten Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet sein.
Die Kommission gehe realistischerweise davon aus, dass die größten Effizienzpotenziale durchaus einen erhöhten Stromverbrauch mit sich bringen, z. B. im Verkehrssektor. Alle Szenarien der Roadmap gingen von einem Anstieg des europäischen Stromverbrauchs von 36% bis 39% bis 2050 aus, so der Verband.
Die deutsche Energiewirtschaft fühle sich zudem bestätigt, dass Erdgas und KWK für die Energieversorgung der Zukunft weiter wichtige Pfeiler sein werden. Die Methanisierung überschüssigen Ökostroms könne langfristig ein vielversprechendes Konzept sein, auch stromgeführte KWK in Verbindung mit Wärmespeichern dienten der Integration in Zeiten hoher Ökostromeinspeisung.
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Durban: Wie man's nimmt
(13.12.2011) Bei der UN-Klimakonferenz von Durban beschloss die Staatengemeinschaft einen Fahrplan für ein neues Klimaabkommen. Der Vertrag soll bis 2015 ausgehandelt und ab 2020 umgesetzt werden. Bundesumweltminister Nobert Röttgen wertete das als großen wegweisenden Erfolg für den globalen Klimaschutz.
Damit werde der Weg zu einem rechtsverbindlichen Klimaschutzabkommen geebnet, das erstmals für alle gelte. Umweltschutzorganisationen kritisieren, der Kompromiss führe nur zu einem nur lose bindenden Abkommen, die rechtlichen Vereinbarungen seien schwach und die Zusagen für die CO2-Reduzierung reichten nicht aus, um die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen.
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dena pocht auf Steuer
(08.11.2011) Die Deutsche Energieagentur (dena) bezieht Stellung zu den derzeit diskutierten Überlegungen, die Stromsteuer zu senken. Das sei genau das falsche Preissignal an die Märkte, Deutschland sei noch weit davon entfernt, die Energieeinsparziele zu erreichen. Der Schritt würde diese Ziele noch weiter in die Ferne rücken.
Zur Entlastung der Verbraucher solle eine steuerliche Abschreibung von Energieeffizienzmaßnahmen eingeführt werden, wie sie zurzeit für die Gebäudesanierung im Gespräch sei. Dies würde auch den Klimaschutz stärken, und Deutschland würde seinen technologischen Vorsprung bei der Energieeffizienz nutzen und ausbauen.
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PV-Förderung niedriger
(31.10.2011) Wer sich im kommenden Jahr PV-Module aufs Dach installiert, bekommt 15% weniger EEG-Vergütung für den Strom. Ab 1. Januar erhalten die Betreiber je nach Standort und Größe der Anlage zwischen 17,94 und 24,43 Cent je kWh, die sie ins Stromnetz einspeisen.
Anfang 2010 war die Solarförderung schon um 9% gesunken, Anfang 2011 um weitere 13%. Laut Bundesnetzagentur wurden in den vergangenen zwölf Monaten PV-Anlagen mit 5200 MW in Deutschland installiert, deutlich weniger als die 7800 MW im Vergleichszeitraum Oktober 2009 bis September 2010. Aufdachanlagen mit bis zu 30 kW bekommen ab 2012 24,43 Cent statt aktuell 28,74 Cent, bis 100 kWh gibt es 23,23 Cent und bis zu 1 MW 21,98 Cent pro kWh, über 1 MW Leistung 18,33 Cent. Freiflächenanlagen erhalten 17,94 Cent pro kWh.
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Wie die Energiewende überwacht wird
(21.10.2011) Die Bundesregierung beschloss den Monitoring-Prozess "Energie der Zukunft", um die Umsetzung der energiepolitischen Beschlüsse im Sommer zu überprüfen.
Das Monitoring wird gemeinsam von Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium durchgeführt. Organisiert wird der Prozess von einer neuen Geschäftsstelle bei der Bundesnetzagentur im Geschäftsbereich des Wirtschaftsministeriums. Jährlich wird ein Bericht erstellt, der erste Ende 2012 für 2011, zusätzlich folgt alle drei Jahre ein Fortschrittsbericht.
Zur Begleitung des Monitoring wird eine Kommission aus Energieexperten eingerichtet, deren Stellungnahme dem Bericht der Bundesregierung beigefügt wird.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, begrüßte das Monitoring und forderte darüber hinaus, dass auch zwischen Bund und Ländern regelmäßig die Zeitpläne zum Erreichen der energiepolitischen Ziele aufeinander abgestimmt und je nach Entwicklung angepasst werden.
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Ökostrom gefragt
(13.10.2011) Seit der Atomkatastrophe von Fukushima habe sich in den meisten der 113 größten deutschen Städte die Anzahl der Ökostromabschlüsse verdoppelt, meldet das Leipziger Vergleichsportal preisvergleich.de.
Der Analyse liegen stichprobenartig erhobene 60.382 Stromverträge zugrunde, die online auf preisvergleich.de geschlossen wurden. Durchschnittlich entschieden sich auf dem Portal vor Fukushima 26% für einen Ökostromtarif, nach Fukushima waren es 50%.
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Klimawandel vor Wirtschaftskrise
(11.10.2011) Der Klimawandel macht den Europäern mehr Sorge als die wirtschaftliche Lage, ergab die "Eurobarometer"-Sonderumfrage der EU. Über zwei Drittel der Europäer betrachten den Klimawandel als sehr ernstes Problem, 51% als die größte globale Bedrohung, in Deutschland sind sogar 66% dieser Meinung. Dagegen sehen 45% der Europäer die wirtschaftliche Situation als größtes Problem, in Deutschland 27%.
79% der befragten Deutschen und 78% der Europäer glauben, die Bekämpfung des Klimawandels und ein effizienter Energieverbrauch fördere Wirtschaft und Beschäftigung, 2009 waren dies europaweit nur 63%. 68% sprechen sich dafür aus, die Besteuerung stärker am Energieverbrauch auszurichten.
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Effizienz total verplant
(01.09.2011) Das Bundeskabinett winkte den zweiten Nationalen Energieeffizienz-Aktionsplan (NEEAP) durch, der nun an die EU-Kommission geht. Damit hat Deutschland die Berichtspflichten der EU-Richtlinie 2006/32/EG über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen sowie aus dem Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) erfüllt.
Nach dem Bericht der Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) wird Deutschland das indikative Energieeinsparziel der EU-Richtlinie erreichen. Diese sieht für das Land bis 2016 einen Richtwert von 9% Endenergieeinsparung vor, Vergleichswert ist der jährliche Durchschnittsverbrauch ermittelt im Zeitraum von 2001 bis 2005. Die NEEAP dienen als Fortschrittskontrolle. Der erste Plan ging 2007 nach Brüssel, der dritte soll Ende Juni 2014 folgen.
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Strom immer regenerativer
(30.08.2011) Im ersten Halbjahr 2011 rissen die erneuerbaren Energien erstmals die 20%-Marke beim Strommix. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, erzeugten sie mit 57,3 Mrd kWh exakt 20,8% des hiesigen Strombedarfs. Im ersten Halbjahr 2010 waren es noch 50,4 Mrd kWh bzw. 18,3% gewesen.
Die Windenergie blieb mit 7,5% Anteil die wichtigste erneuerbare Energie vor der Biomasse mit 5,6% und dem weiter stark wachsenden Solarstrom mit 3,5%. Dann folgt die Wasserkraft mit 3,3% vor dem Regenerativstrom aus Müllkraftwerken sowie aus sonstigen Erneuerbaren mit zusammen 0,8%.
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Bürger für die Wende
(30.08.2011) Den Bürgern sei sehr wohl bewusst, welchen Mehrwert erneuerbare Energien mit sich brächten, so die Agentur für erneuerbare Energien, Berlin. Nach einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest halten 94% den verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien für wichtig bzw. sehr wichtig.
65% würden Ökostromanlagen in der Nachbarschaft mittragen. Für Ökoenergien sind 81% wegen der besseren Zukunft für kommende Generationen, 79% wegen des Klimaschutzes, 65% wegen einer möglichen finanziellen Beteiligung an Solar- und Windparks und 65% wegen der Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten. 54% halten die aktuelle EEG-Umlage für angemessen, 25% halten sie für zu niedrig und nur 16% schätzen sie als zu hoch ein.
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Energie teuert Produktion
(24.08.2011) Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im Juli 2011 um 0,7% höher als im Juni 2011 und um 5,8% höher als im Juli 2010. Für die Hälfte dieser Preissteigerung übers Jahr sei die teure Energie verantwortlich, so das Statistische Bundesamt, Wiesbaden. Energie sei exakt 10,6% teurer gewesen als im Juli 2010. Mineralölerzeugnisse hätten über alle Abnehmergruppen hinweg 17,6% mehr gekostet, Gas 15,6% und Strom 5,5%.
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Prognose zur EU-Energie
(08.08.2011) Die Entwicklung der Strom- und Gasinfrastruktur in Europa hänge wesentlich vom Ausbau der erneuerbaren Energien ab, lautet das Fazit einer länderübergreifenden Studie des Projekts Planning for Sustainability (Susplan) im Auftrag der EU und mit Beteiligung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).
Bis 2050 sei in Europa eine Erhöhung des Regenerativanteils am Strommix auf 70% möglich. Um den Ökostrom ins europäische Stromnetz zu integrieren, müsse es zwischen 2030 und 2050 um 200.000 MW ausgebaut werden. Die Entwicklung der Gasinfrastruktur werde insbesondere in den Transitregionen Italien, Spanien, Türkei und dem Balkan an Bedeutung gewinnen.
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